Sonntag, 11. Mai 2008

„Bis zum 16. Mai müssen wir 2.500 Mitglieder anwerben“

KOMMPress-Redakteur Florian Ulbing und Lisa Niederdorfer (Gruppe 4U) beim FlashmobFHWien KOMM-Studentin Lisa Niederdorfer vom Jahrgang 2010-Bacc-Vollzeit mit KOMMPress-Redakteur Florian Ulbing beim „Freeze“-Flashmob

Das Kommunikationskonzept des neuen Social Networks aus Österreich, seamee.com liegt als eines der Aufsehen erregendsten Projekte in den Händen von Studierenden. Das Ziel der Kolleginnen und Kollegen des 2. Semesters (Jahrgang-2010-Bacc-VZ) der KOMM ist klar definiert: 2.500 registrierte Studenten auf seamee.com bis zum Projektende am 16. Mai 2008. Erstmals sind Studierende nicht nur für Konzeptionierung, sondern auch für die sofortige Umsetzung von Werbemaßnahmen zuständig. In mehrere Gruppen aufgeteilt, kämpfen sie um die meisten seamee-Anmeldungen und damit um die bessere Note...

„Wien flasht!“

Seamee Flashmob. Foto: FHWien/SeameeFreitag, 9. Mai zum Glockenschlag Punkt 12:30 Uhr am Wiener Stephansplatz: Knapp 300 Studierende und Freunde der FHWien „frieren ein“ zum „Freeze-Flashmob“, ganze fünf Minuten lang wurde stillgehalten. Ziel der Aktion ist natürlich, zu „schockieren“ und Aufmerksamkeit für die von zahlreichen T-Shirt Trägern propagierte Website seamee.com zu generieren. Mit Hilfe von anwesenden Medien wie Wienweb.at und zahlreichen Youtube-Videos soll die Aktion eine virale Werbewirkung entfachen. Organisator Thomas Hödl ist begeistert: „Es sind mehr Leute unserem Aufruf gefolgt, als wir uns erhofft hatten!“


„...das können wir schon lange!“
Video von Youtube-Userin PalpitatioCordis:



Vorbild für die Aktion war die legendäre „Frozen Grand Central“ in New York, bei der über 200 „Undercover Agents“ mitten im belebten Bahnhof für das Video einer Künstlergruppe koordiniert „eingefroren“ sind. Mit dem Aufruf „Was New York und London können, das können wir schon lange!“ wollten die Studierenden den größten Wiener Flashmob organisieren, den es seit dem ersten Hype um die sogenannten „Blitzaufläufe“ im Jahr 2003 gegeben hatte.

Seamee Flashmob. Foto: FHWien/SeameeDie Studierenden-Idee, einen Flashmob mit einem kommerziellen Ziel zu verbinden, erntete zwar nicht nur Lob, konnte aber das Werbeziel klar erreichen und machte auch laut anwesendem KOMMPress-Redakteur Florian Ulbing (>> Profil) viel Spaß. Außerdem machen die Aktionen für Seamee sicherlich auch den anderen Jahrgängen an der FHWien Laune auf ähnlich spannende Projekte.

Linktipp: Plattform seamee.com
Mehr Fotos bei Navalle
Mehr zum Projekt im Weblog von Peter Dietrich

Eine der teilnehmenden Studierenden-Gruppen ist „4U“:
»»» „Viele scheuen sich, einfach mit jemandem...“
Barbara und Michael Novak von seamee.com (im Bild mit Studiengangsleiterin Sieglinde Martin) wurden von den KOMMPress-Gastautoren 4U interviewt!

„Viele scheuen sich, einfach mit jemandem zu sprechen“

Barbara und Michael Novak von Seamee am Stephansplatz. Foto: flowExterne Auftraggeber
Barbara und Michael Novak
von seamee.com im Interview

Semesterprojekt JG-2010-Bacc-VZ:
Die Bekanntheit des Social Networks seamee.com steigern. Ziel des österreichischen Startups sei die Wiederbelebung der face-to-face Kommunikation, so die Gründer Barbara und Michael Novak. „seamee“ bedeutet „search and meet“, die Website vereint vier Plattformen zu einer mit Bereichen zu Love, Business, Job, People.

Die Studierenden aus der Gruppe 4U (>> Profil) mit Alexandra Mühlbacher, Lisa Neuhofer, Charlotte Prammendorfer, Phillip-Sebastian Marchl, Therese Oberschmidtleitner und Sandra Macho haben als KOMMPress-Gastautoren die Auftraggeber von seamee zum Interview gebeten.

„Viele scheuen sich, einfach mit jemandem zu sprechen“

KOMMPress: Frau Novak, Herr Novak, wie wurde die Seamee Idee geboren?

B. Novak: Im Prinzip hat die Idee mein Mann gehabt, vor circa eineinhalb Jahren. Die Leute haben wieder das Bedürfnis miteinander zu kommunizieren, doch viele scheuen sich, einfach mit jemandem zu sprechen. Da war unser Ansatz, dass man die Medien nutzen kann, um eine Vorfilterung zu machen.
M. Novak: Und wir dachten uns, das muss auch kostenlos möglich sein.

„Das ist ein gutes Beispiel für ein Netzwerk“

Mag. Peter Dietrich, FHWien Lektor mit Seamee T-Shirt. Foto: 4UKOMMPress: Warum haben sie sich für die Mithilfe der FHWien Studierenden entschieden?

M. Novak: Das ist ein gutes Beispiel für ein Netzwerk. Ich habe einen Bekannten, der sich mit Kommunikation beschäftigt und auf der FHWien als Lektor tätig ist. Über Kurt Mitterer haben wir Studiengangsleiterin Sieglinde Martin und Fachbereichsleiter Peter Dietrich (hier im Bild mit seamee T-Shirt) getroffen und überlegt, ob seamee ein Projekt wäre, das wir gemeinsam machen könnten. Interesse dazu war von beiden Seiten vorhanden.

KOMMPress: Zum Projektziel, 2.500 Studenten für Seamee gewinnen stellt sich die Frage - Wie kann ein Student von der Plattform profitieren?

B. Novak: Studierende können ihr eigenes persönliches Netzwerk aufbauen, im Jobbereich Praktikumsplätze finden, im Liebesbereich Partner finden und die zusätzlichen Goodies wie Gutscheine oder Gewinnspiele nutzen. Vieles ist möglich, je nachdem wie die Bedürfnisse des Einzelnen aussehen.
M. Novak: Ich denke, die Sache mit dem Praktikum ist sehr interessant für FH-Studenten. Wir werden natürlich unsere Kontakte nutzen und den Firmen mitteilen, dass es auf seamee durch die Kooperation mit der FHWien viele Interessenten für Praktikumsplätze gibt.

KOMMPress: Frau Novak, wo haben Sie Herrn Novak kennen gelernt? Vielleicht auf einer Internetplattform? (beide lachen)

B. Novak: Nein, aber über ein Netzwerk. Ich war mit einer Freundin am Donauinselfest und habe einen Bekannten meines Ex-Freundes getroffen, der war mit Michael dort. Dieser Bekannte und ich haben Telefonnummern ausgetauscht, damit wir uns mal auf ein Mittagessen treffen. Die Telefonnummer hat dann Michael dem Bekannten abgeluchst und mich angerufen. Im Prinzip haben wir uns also über ein Netzwerk kennen gelernt, aber nicht über eine Internet-Plattform, die gab es noch nicht.

„Natürlich gibt es auch Sachen... wie Buchhaltung

Barbara und Michael Novak von Seamee an der FHWien. Foto: 4UKOMMPress: Ist das Berufsleben als Selbstständiger sehr stressig?

M. Novak: Ja und nein. Was mir sehr gut an der Selbstständigkeit gefällt ist, dass man zu hundert Prozent Erfolg und Misserfolg selber in der Hand hat. Man kann also nicht sagen, der da drüben ist schuld, sondern man entscheidet alles selbst. Man kann sich im Prinzip aussuchen, welchen Auftrag man annehmen möchte und welchen nicht. Natürlich gibt es auch Sachen die einfach dazugehören, wie Buchhaltung, das ist nicht meines... Generell bin ich mit dem selbstständigen Berufsalltag sehr zufrieden, aber man muss es auch wirklich wollen. Das heißt auch, manchmal am Samstag und Sonntag arbeiten zu müssen, oder wenn man gerade am Schilift ist…

„Ja da hat’s mich dann natürlich hingehaut!“

B. Novak (lacht): Das muss ich jetzt erzählen, also wirklich! Ich fahre nicht gerne Schlepplift, weil ich immer ein bisschen Panik habe beim Aussteigen. Normalerweise ist es so, dass mein Mann das mit dem Bügel macht und ich steig einfach aus. Einmal am Schlepplift läutet das Telefon und er hebt ab! Der Ausstieg kommt immer näher und er telefoniert noch immer – Ja da hat’s mich dann natürlich hingehaut! Das halt ich ihm jahrelang schon vor. Also er darf überall telefonieren, nur nicht am Schlepplift!

„Ich glaube, es wird schwierig für Plattformen wie XING“

Logo von seamee.comKOMMPress: Laut Xing-CEO Lars Hinrichs „steht vielen Social Networks 2008 ein schwieriges Jahr bevor“. Was halten Sie von dieser Aussage?

M. Novak (links das Logo von seamee.com): Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Ich glaube, es wird schwierig für Plattformen wie XING. Das Geschäftsmodell hat über Jahre hinweg funktioniert. Doch jetzt fragen sich die User plötzlich, warum sie für einen Dienst bezahlen, wenn sie ihn woanders kostenlos haben können. Da glaube ich schon, dass man durchaus schwierigen Zeiten entgegensieht.

KOMMPress: Was war der schönste Moment in der Startphase Ihrer Online-Plattform?

M. Novak: Einer der schönsten Momente war die Pressekonferenz mit dem überraschend großen Andrang. Wir haben uns gefreut, dass so viele und im Speziellen der Standard sehr positiv berichtet haben.
B. Novak: Außerdem freut es uns, dass es viele seamee-Member gibt, die uns sehr positives Feedback und konkrete Verbesserungsvorschläge geben. Dafür sind wir sehr dankbar.

„Ja, das ist ein ganz spontanes und klares Ja!“

Barbara und Michael Novak von Seamee und FHWien Gruppe 4U. Foto: 4UKOMMPress: Sind Sie mit der Entscheidung, an die FHWien heranzutreten, zufrieden?

M. Novak: Ja, das ist ein ganz spontanes und klares Ja! Ich finde die Ideen super, den direkten Zugang toll und wünsche mir, dass das in der Umsetzungsphase so bleibt. Ich bin begeistert.

KOMMPress Gastautoren 4U (>> Profil): Wunderbare Schlussworte, Danke!
Linktipp: Plattform seamee.com - exploring life

KOMMPress war natürlich auch bei einer weiteren Seamee Aktion dabei:
»»» zum Bericht über den Flashmob am Stephansplatz
Fotos und Videos vom größten „Freeze“ Flashmob in Wien

Sonntag, 27. April 2008

„Zuerst mal dafür sorgen, dass Paris trockengelegt wird“

Linus Baumschalger, Bastian Egger, Istvan Simon, Philipp Comarella. Foto: Bernhard KozeljanicStudent und EU-Werbepreis Finalist Istvan Simon (dritter von links) im Interview

Der KOMM-Student im 4. Semester ist mit seinem Team unter den Top-3 des europaweiten Wettbewerbs „Ad Venture

Am 16. Mai 2008 kämpft die selbstbenannte „Round Square Agency“ rund um Istvan Simon vom Jahrgang 2010-BB des Studiengangs Kommunikations- wirtschaft in Paris gegen die beiden anderen Finalisten aus Spanien und Holland um den Sieg als bestes Nachwuchs-Werbeteam Europas. KOMMPress gratuliert!

Die Europäische Union mit einer integrierten Werbekampagne als bürgernah darzustellen war die Aufgabe der „Student Competition“ von Veranstalter EFCCE. Neben Istvan Simons Agency von der FHWien war auch das Team „AdU“ der Werbe Akademie im Rennen, sie schafften es auf die Shortlist.

KOMMPress-Redakteur Richard Pyrker (>> Profil) befragte den Studienkollegen zwischen Statistik-Prüfung und FH-Alltag über seine Werbeträume.

„Weil manches im Leben ein Miteinander braucht…“

Istvan Simon, Student der FHWien. Foto: Bernhard KozeljanicKOMMPress: Was ist der Kern eurer Kampagne, mit der ihr unter die Top-3 Europas gekommen seid?

Simon: Unser Slogan „Weil manches im Leben ein Miteinander braucht… Genau deshalb! Europa.“ wird so integriert, dass er auf alle Kanäle angepasst werden kann. So heißt es zum Beispiel auf der neuen Website: „Weil manches im Leben nur einen Klick braucht… Genau deshalb! www.logineu.eu“ oder beim Europatelefon: „Weil manches im Leben den Dialog braucht… Genau deshalb! Das Europatelefon.“ Kerninstrumente der Kampagne sind ein TV-Spot, Plakate, ein neues EU-Magazin und die neue Website.

KOMMPress: Blöd gefragt – warum seid ihr unter den Top-3 Nachwuchs-Werbern Europas? Wie habt ihr das geschafft?

Simon: Vielleicht weil wir das richtige Gespür für Strategie und Taktik hatten, das auch gut umgesetzt hatten und weil wir als Team gut funktioniert haben. Aber mit Sicherheit, weil uns Werbung Spaß macht. FHWien-Lektor Mag. Michael Himmer mit seiner großen Agenturerfahrung wollte ich unbedingt als Coach haben. Als wir ihm unseren ersten Strategieansatz präsentierten, stellte er uns eine wichtige Frage, die uns veranlasste, die Strategie zu verwerfen und die zu entwickelten, die uns ins Finale brachte.

„Account Director sein ist... super geil!“

KOMMPress: Wer sind die Menschen in eurem Team und was war deine Aufgabe?

Istvan Simons KampagneSimon (Plakat-Beispiel der Kampagne links zu sehen): Unsere Gruppe besteht aus Bastian Egger, der kurz vor seinem Bachelorabschluss an der Uni Wien für Kommunikationswissenschaften steht und außerdem mein bester Freund seit über 16 Jahren ist. Den kreativen Teil unserer Truppe bilden Linus Baumschlager und Philipp Comarella von der Universität für angewandte Kunst im 6. Semester in Grafik und Werbung. Ich wollte Menschen mit unterschiedlicher akademischer Ausbildung im Team, im Agenturleben wird es nicht anders ablaufen. Mein Part neben der Teamleitung war, mit Bastian die Kampagne zu entwickeln und die Schnittstelle zum kreativen Teil zu bilden. Conclusio: Account Director sein ist herausfordernd, aber super geil!

KOMMPress: Warum wolltest du bzw. deine Kollegen an dem Wettbewerb teilnehmen und wie hoch habt ihr eure Chancen geschätzt?

Simon: Weil Werbung einfach das ist, was ich und auch meine Kollegen später machen möchten. Unsere Chancen? Vorm Schlafen davon zu träumen, zählt nicht oder? Wir kannten die Konkurrenz nicht, fünfeinhalb Wochen vor der Deadline hatten wir noch nicht einmal irgendeinen Strategieansatz und sogar unser Coach Mag. Himmer meinte damals: „Wenn ihr das jetzt noch in der Zeit hinbekommt, dann Hut ab.“ Primärziel war Österreichs bestes Team zu werden. Das zweitbeste Team von 42 aus ganz Europa zu werden, hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.

„Zuerst mal dafür sorgen, dass Paris trockengelegt wird“

KOMMPress: Was macht ihr, wenn ihr beim Finale in Paris gewinnt? Werdet ihr eine richtige Agentur gründen?

FHWien Student Istvan Simon bei seiner Geburtstagsfeier. Foto: ripSimon (Hier bei seiner privaten Geburtstagsfeier): Zuerst mal dafür sorgen, dass Paris trockengelegt wird. Nach unserer Rückkunft gleich dafür sorgen, dass Wien trockengelegt wird. Im Juni gibt’s dann für den Sieger eine Woche Urlaub in Cannes vor der Preisverleihung zu den Cannes Lions und im September sind die Sieger dann noch zu den Euro-Effies nach Brüssel eingeladen. Jetzt schon über eine eigene Agentur nachzudenken, wäre zu früh. Zuerst sollten wir alle mal genug Agenturerfahrung sammeln, aber der Gedanke ist schon sehr verlockend.

KOMMPress: Warum hast du das FHWien Studium Kommunikationswirtschaft dem Lehrgang der Werbe Akademie vorgezogen?

Simon: Genau aus dem Grund, der uns zu diesem Interview geführt hat! Aber im Ernst: Weil mir die WAK zu handwerklich orientiert ist, die Fachhochschule ein intensiveres Ausbildungsspektrum bietet und einen Bezug sowohl zur Theorie als auch zur Praxis hat. Um gute Werbung machen zu können, genügt es nicht bloß zu wissen wie man z.B. ein Plakat gestaltet oder ein Briefing schreibt. Integriertes Wissen, strategisches Denken, sozialwissenschaftliches und wirtschaftliches Verständnis sind ganz wichtige Elemente. Das habe ich bei unserem Studiengang der FHWien absolut gefunden.

„Vielen Dank, dass du schon... von unserem Sieg redest!“

KOMMPress:Was ist dein derzeitiger Job und wirst du nach eurem Gewinn ganz woanders hingehen?

Linus Baumschalger, Dominic Lyle, Bastian Egger, Sieglinde Martin, Istvan Simon, Philipp Comarella. Foto: Bernhard KozeljanicSimon (Im Bild mit Team, Dominic Lyle vom EACA und Mag. Sieglinde Martin vom Institut Kommunikations- management): Zuerst mal vielen Dank, dass du schon so überzeugt von unserem Sieg redest! Als berufsbegleitender Student bin ich zurzeit bei Uniwerbung im Bereich Sales & Marketing. Wir arbeiten eng mit Media-Agenturen und großen Markenkunden zusammen und bieten den werblichen Zugang zu Universitäten und Studenten. Ich sorge gemeinsam mit zwei anderen und unserem Geschäftsführer für den nötigen Umsatz. Und das wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern.

Auch auf KOMMPress: Interview Markus Müller (Geschäftsführer Uniwerbung)

Istvan Simons KampagneKOMMPress kurz gefragt (Im Bild das Logo der Kampagne):
Klassische Werbung oder Online? – Beide in der richtigen Mischung.
Guerilla oder Viral? – Beide schlimm, wenn man’s hat *g.
Trocadero oder Côte d’Azur? – Beide schön, wenn sie einen haben.
Tibor Bárci oder Jean-Remy von Matt? – Beide sind exzellent in dem was sie machen.

KOMMPress-Redakteur rip (>> Profil): Lieber Istvan, danke für das Interview und viel Erfolg in Paris: „Weil manches im Leben einen Sieg braucht… Genau deshalb! Round Square Agency“ ;)

Donnerstag, 3. April 2008

"Bam Oida! Wir sind in die FHWien einekrocht"

Die Krocha von KOMMPressFiix:
FHWien ist ua bombÄÄ...

Wir sind das KOMMPress Team und betreiben in der Freizeit Jugendtrend- forschung bei den allseits beliebten Krochan. braQ! (Ausdruck des Erstaunens, siehe Wörterbuch).

Heute ist Tag der offenen Tür an der FHWien. Hier im virtuellen Gästebuch kannst du "reinkrachen" und deine bomben Kommentare posten:
Natürlich auf Krocha Style und anonym!
  • Taugts dir am Tag der offenen Tür? Ist es bombÄ?
  • Welcher Studiengang flasht für dich am meisten?
  • Hast dir alle Infos checkt?
  • Wirst dich anmelden und ins Studium krochn? Fiix Oida!
PS: Was sind eigentlich die "Krocha" und ihre Corporate Identity?

Dienstag, 11. März 2008

"Ich nörgle oft und bin sehr perfektionistisch"

Mag. Kurt Trolp, Lektor der FHWienLektor Mag. Kurt Trolp im Interview

Lehrveranstaltung: Werbung – below the line im 3. Semester

Mit spürbarem Elan startete der engagierte Marketingprofi Trolp die Lehrveranstaltung mit Schwerpunkt Messe-Marketing. Kurt Trolp betreibt neben seiner Lehrtätigkeit an der FHWien, am WIFI und an der Werbeakademie eine Agentur. KOMMPress-Redakteurin Bettina Wimmer (>> Profil) bat zum Interview ins Café.

KOMMPress: Können Sie das Thema Ihrer Lehrveranstaltung "Werbung – below the line" in einem kurzen Satz vorstellen?

Trolp: Es geht um die Instrumente Messe, Events, Verkaufsförderung und darum, deren Stellung in der Integrierten Kommunikation auszuloten und klarzulegen.

„Das Anspruchsniveau ist an der
FHWien natürlich wesentlich höher“


KOMMPress: Inwiefern unterscheiden sich Ihre Vorlesungen an der FHWien von denen an der Werbeakademie?

Mag. Kurt Trolp, Lektor der FHWien. Foto: ripTrolp (Im Bild mit KOMMPress-Moritz und Student Kainrath): Bei der Werbeakademie war es nur im Rahmen eines Kollegs, eine sehr komprimierte Lehrveranstaltung nur mit den Highlights von Messe-Marketing. Während wir am Institut für Kommunikations- management breiter gehen und den Integrationsansatz stärker herausarbeiten. Das Anspruchsniveau ist an der FHWien natürlich wesentlich höher.

KOMMPress: Wie stehen Sie zum Studienthema Integrierte Kommunikation und welches theoretische Modell dazu finden Sie am sinnvollsten?

Trolp: Ja, die typische Gretchenfrage... Es gibt keine sinnvollen Modelle, sondern nur mehr oder weniger praktikable Modelle. Das von Manfred Bruhn ist natürlich das bekannteste – aber es ist etwas überbewertet. Gott sei Dank gibt es in der letzten Zeit immer mehr andere Ansätze. Grundsätzlich ist immer zweckgebunden zu beurteilen, was das bessere Modell für welchen Zweck ist. Jede Firma, jeder Kommunikator muss das für sich selbst entscheiden.

„Vielleicht wird ja das eine oder andere realisiert!“

KOMMPress: In Ihrer Lehrveranstaltung haben wir uns in Gruppenarbeiten Ideen für die Unternehmenskommunikation der FHWien überlegt. Welche Lösung hat Sie am meisten beeindruckt?

Mag. Kurt Trolp, Lektor der FHWienTrolp: Für mich war die Event-Ideenfindung das tollste Erlebnis. Die Methoden "Brainwalking", "Brainstorming" und "Brainwriting" waren nur eine kleine Übung, wo aber sehr kreative Lösungen herausgekommen sind. Sowohl bei den berufsbegleitenden als auch bei den Vollzeit-Studenten sind tolle Ideen entstanden. Vielleicht wird ja das eine oder andere realisiert!

KOMMPress: Was war das peinlichste Erlebnis, dass Ihnen bei einem Event widerfahren ist?

Trolp: Vor zwei Jahren habe ich für den Messeauftritt eines Kunden eine billige, aber seriös wirkende Firma in Deutschland mit dem Druck von Unterlagen beauftragt. Einen Tag vor der Messe wollte ich noch einmal die Lieferung durchgehen, doch leider war Rosenmontag und ich habe niemanden erreicht.. Mein Kunde hat mich stündlich besorgt angerufen. Genau zur Eröffnung ist ein Bote mit den Prospekten eingerauscht. So ein Harakiri will ich nicht mehr erleben!

„Ich ...wurde mittels Assessment Center ausgewählt“

KOMMPress: Mit Ihrer Frau betreiben Sie seit 1986 die Trolp Marketing-Agentur OEG. Was war Ihre Motivation, zusätzlich an der FHWien zu unterrichten?

Mag. Kurt Trolp, Lektor der FHWien. Foto: ripTrolp (Im Bild mit Gastlektor Mag. Matthias Fitzthum, Agentur Mosso): Während des Studiums war ich Assistent und Tutor, mir hat das Unterrichten immer sehr viel Spaß gemacht. Als die FHWien entstanden ist, gab es Inserate zur Lektorensuche im Standard und der Presse - Ich habe mich beworben und wurde mittels Assessment Center ausgewählt.

KOMMPress: Spielen Sie ein Musikinstrument?

„Mit den Rolling Stones ...bin ich groß geworden“

Trolp: Ich bin ein Kind der 60er Jahre. Mit den Rolling Stones und ihrem Hit „I can’t get no satisfaction“ bin ich groß geworden. Wie das Werk herausgekommen ist, habe ich die Schallplatte an einem Tag mindestens hundert Mal gehört. Na das war ein Wahnsinn! Da is unterbrochen „I can’t get no…“ gelaufen. Mit meiner Gitarre hab ich dann mit Freunden im Keller gejammt. Bis zum Erbrechen haben wir die Rolling Stones und Nirvana Cream [Korrektur der Red.] nachgespielt und geplärrt. Aber bis zum Profistatus ist es nie gekommen.

Mag. Kurt Trolp, Lektor der FHWien. Foto: ripKOMMPress kurz gefragt:
Hobbies? – Musik, Konzerte, Reisen, Sport (früher Judo, jetzt Fitness)
Musik? – Jazz, Pop, Rock (Rolling Stones, Cream)
Essen? – italienisch, französisch, japanisch
Sternzeichen? – Jungfrau (Ich nörgle oft und bin sehr perfektionistisch)

KOMMPress-Redakteurin Bettina Wimmer (>> Profil): Danke, Sie waren mein erster Interview-Partner :)
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Aktualisiert am: 16. Mai, 02:30
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