Freitag, 2. Oktober 2009

Du bist ein Medienmacher!

KOMMPress-Team bei der Sommerbesprechung 2009 im Haydn-Kino. Foto: ripStart, Herbst, Stress! Neue Kolleginnen und Kollegen leben sich gerade ein und wir von KOMMPress, dem Weblog der KOMM-Studis, sitzen großteils bereits an unseren Abschlussarbeiten.

(auch wenn wir hier im Bild gerade eine „Besprechung“ im Foyer des Haydn-Kinos abhalten :)

Wir wollen dich. Sei ein Medienmacher.
Melde dich zum KOMMPress-Workshop(TM) an. Stell Fragen. Check rum. Mach.

Redakteurin wotka am KOMMPress-Stand des FHWien-Tags der offenen Tür 2008. Foto: rip

Nach zweieinhalb Jahren Lektoren-Interviews, Partys, Events, Skandalen und etwas Arbeit zwischendurch brauchen wir Frischfleisch! Wer wird KOMMPress-ChefredakteurIn? Mitte November wird sich im offiziellen KOMMPress(TM) Assessment-Centre-Workshop zeigen, wer das Zeug dafür drauf hat. Wir brauchen RedakteurInnen, FotografInnen, Chefs-vom-Dienst, rasende Reporterinnen, investigative Aufdecker,... kurz: KOMM-Studierende.

Wie dabei auch eine zukünftig stärkere Zusammenarbeit mit der Institutsleitung aussehen soll - und dafür Ressourcen und Zeugnisse bereit gestellt werden - erarbeiten wir gemeinsam im Workshop. Du entscheidest.

KOMMPress-Team der KOMMParty Erstkontakt. Foto: Raimund AppelKOMMPress-Workshop:

„Die Neuen Medienmacher“


Jetzt anmelden bis 26.10. an redaktion@kommpress.at Vollen Namen und FHWien-Jahrgang angeben!
Die Termine (vorauss. Mitte Nov.) bekommst du per Mail.

Inhalte: Journalistische und New-Media-Skills, Rechtliches, Insidertipps, Technik (Weblog-System und Photoshop), Wahl zum neuen Chefredakteur, Bildung des Redaktionsteams.
Workshop-Leiter: KOMMPress-Team (rip, whoelse u.a.)

Bis bald, Neue Medienmacher!
Das KOMMPress-Team (Fragen jederzeit an redaktion@kommpress.at!)
(derzeit: rip, whoelse, moira, carola, moritz, flow, wotka, anna+evi, marlene, karin, betty, christian, silencio sowie GastautorInnen 4U, isabella, robert, georg)

Sonntag, 28. Juni 2009

„…eine Spur Glauben an die Menschheit“

Elias Ruez. Foto: moiraInterview mit Student und Projektkoordinator Elias Ruez zur YOUNGBLOOD Initiative

Während des Weltblutspendetags 2009 wurde KOMMPress in die Zentrale des Roten Kreuzes eingeladen. Bei dem Event wo das "A und O" der Medien Österreichs von TV bis Radio zugegen war um Gesundheitsminister Stöger oder Promis wie Toni Polster und Gerold Rudle zu interviewen, wurde außerdem der „Blood Award“ in Form von Blutbeuteln an unterstützende Organisationen vergeben und ein Chor sogar „Wiener Blut“ spielte, nutzte KOMMPress-Redakteur Florian Schleicher (>> Profil) die Gelegenheit und interviewte Student und Projektkoordinator Elias Ruez (JG 2011 VZ).

„Junge Menschen in sollen sich mit dem Thema Blutspenden auseinandersetzen...“

KOMMPress: Du bist bei der Initiative YOUNGBLOOD… Was ist das genau?

Gerold Rudle und Toni Polster am Weltblutspendetag im Roten Kreuz. Foto: moiraRuez: Die Initiative YOUNGBLOOD ist eine Initiative des österreichischen Roten Kreuzes in Kooperation mit dem Wiener Jugendrotkreuz und EF Sprachreisen. Junge Menschen sollen sich mit dem Thema Blutspenden auseinandersetzen, die Wichtigkeit eines funktionierenden Blutspendewesens verstehen lernen und sich selbst engagieren. Für kreative Köpfe gibt es auch Sprachferien zu gewinnen.

(Im Bild: Kabarettist Gerold Rudle und Ex-Fußballer Toni Polster vor dem Blutspenden)

KOMMPress: Was hat das mit Integrierter Kommunikation zu tun?

Ruez: Integrierte Kommunikation ist als fixer Bestandteil in jedem größeren Unternehmen wichtig. Auch wenn das Rote Kreuz als Non-Profit Organisation geführt wird, so ist eine integrierte Kommunikation zum einheitlichen Auftreten des Unternehmens genau so wichtig wie bei anderen Unternehmen.

KOMMPress: Was ist deine genaue Aufgabe beim Roten Kreuz?

Ruez: Meine Stellenbeschreibung lautet "Assistent der Leitung des Spendermanagements". Meine Hauptaufgabe besteht derzeit darin gemeinsam mit meinem Team die Initiative YOUNGBLOOD medial und persönlich an die Wiener Jugend zu kommunizieren.

„...sich nicht aufzudrängen“

KOMMPress: Was ist bei der Kommunikation eines so emotionalen Themas wie Blutspenden deiner Meinung nach besonders zu beachten?

BM Alois Stöger, Generaldirektor IBM Österreich Leo Steiner, RK Präsident Fredy Mayer. Foto: moiraRuez: Das Wichtigste ist, sich nicht aufzudrängen. Wir wollen den Leuten nichts verkaufen. Wir wollen Sie für eine gute Sache gewinnen und wenn die Bereitschaft nicht gegeben ist, muss man es halt lassen. Dennoch bin ich bis jetzt zum Großteil auf sehr große Kooperationsbereitschaft und Engagement gestoßen. Das Rote Kreuz hat eben für die meisten Menschen doch einen wichtigen Status.

(Im Bild: BM Alois Stöger (l.), Generaldirektor IBM Österreich Leo Steiner (m.), RK Präsident Fredy Mayer Blutspendeaward(r.))

„...jetzt schon berufliche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen“

KOMMPress: Du bist Vollzeit-Student und engagierst dich zusätzlich beim Roten Kreuz… Warum tust du dir das an?

Gerold Rudle. Foto: moiraRuez: In erster Linie steht hier ehrlicherweise der finanzielle Aspekt, da mir ein Studium sonst einfach nicht möglich wäre. Allerdings bin ich auch froh jetzt schon berufliche Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen, die exakt den Inhalten meines Studiums entsprechen.



(Im Bild: Gerold Rudle wird beim Blutspenden interviewt)

„Abläufe im eigenen Unternehmen besser verstehen“

KOMMPress: Wie viel von unserer Ausbildung konntest du bis jetzt anwenden?

Ruez: Eine schwierige Frage. Buchhaltung hat mich beispielsweise beruflich noch nicht weitergebracht, möchte aber keinesfalls die Wichtigkeit dieses Faches schmälern. Ich denke besonders Lehrveranstaltungen zur integrierten Kommunikation bzw. zur Erstellung von Konzepten wie Werbung, Marketing oder PR haben es mir ermöglicht meine Vorgehensweise besser zu strukturieren. Dennoch sind andere LVs wie BWL bzw. auch Buchhaltung wichtig um überhaupt Abläufe im eigenen Unternehmen besser verstehen zu können und damit Grundlagen zu begreifen.

„…eine Spur Glauben an die Menschheit“

KOMMPress: Möchtest du im Non-Profit Bereich bleiben?

Toni Polster. Foto: moiraRuez: Ich denke schon. In meiner Zeit hier, bin ich besonders während meines Zivildienstes durch viele Abteilungen gewandert und habe viele inspirierende Menschen kennengelernt. Natürlich sind nicht alle so, aber es ist erfrischend Menschen kennenzulernen, die ihre Arbeit tatsächlich der guten Sache wegen tun. Das gibt einem eine Spur Glauben an die Menschheit wieder...

(Im Bild: Toni Polster beim Blutspenden samt Medienzirkus)

KOMMPress: Warum sollten wir Blutspenden gehen?

Ruez: Was wohl viele Menschen nicht wissen, ist, dass sie mit recht hoher Wahrscheinlichkeit selbst einmal Blutkonserven benötigen. In dem Fall verlassen sie sich auf ein funktionierendes Blutspendewesen. Dieses ist allerdings auf Spender angewiesen, da Blut durch nichts zu ersetzen ist. Ob Unfallopfer, Schwangere bei der Geburt oder Pflegefälle - sie brauchen oft Blutkonserven und sind somit auf jeden von uns angewiesen.

„…daran sollte sich jeder ein Beispiel nehmen“

KOMMPress: Was ist deiner Meinung nach die Botschaft des Blutspendetags?

Ruez: Die Botschaft des Weltblutspendetags ist meiner Meinung nach, dass es zum Glück Menschen gibt, denen ihre Mitmenschen nicht egal sind. Menschen, die bereit sind sich dafür einzusetzen, dass unentgeltliche Blutspenden stattfinden. Menschen also, die ohne persönlichen Vorteil dazu beitragen eine medizinische Versorgung zu gewährleisten. Und meine Meinung ist: daran sollte sich jeder ein Beispiel nehmen.

KOMMPress: Was hast du beim Roten Kreuz lernen können?

Elias Ruez. Foto: moiraRuez: Angefangen bei Kommunikationsabläufen in Unternehmen über Networking in meiner Funktion bei der Initiative YOUNGBLOOD bis hin zu meinen Erfahrungen als Zivildiener, die mir durch meine damals häufigen Abteilungswechsel viele Einblicke ermöglichten, lernte ich ein Unternehmen rund um kennen und schätzen. Auch in Bezug auf den Ablauf der Kommunikation und Mitarbeitermotivation konnte ich an Hand eines echten Unternehmens Maßnahmen selbst miterleben.

KOMMPress Redakteur whoelse (>> Profil): Elias, danke für das interessante Gespräch und die Einladung zu diesem tollen Event! Wir hoffen eure Botschaft kommt an und es gibt weiterhin genug Menschen die durch Blutspenden helfen.

Danke an unsere Fotos KOMMPress-Fotografin moira (>>Profil) für die Fotos!

Alle Blutspendetermine für ganz Österreich findet ihr hier.

Freitag, 19. Juni 2009

„Now we have to start with consumers“

Don E. Schultz. Foto: moiraInterview mit dem „Erfinder“ des Northwestern IK Modells Don E. Schultz

Im Rahmen der EFCCE Konferenz 2009 in Wien hat KOMMPress-Redakteur Florian Schleicher
(>> Profil)
den Universitätsprofessor und IK-Spezialisten Don E. Schultz interviewt.

Für euch hat KOMMPress bei dieser Gelegenheit herausgefunden, wie er IK definiert, wie sich die Wirtschaftskrise auf Kommunikation auswirkt, was gerade in heutiger Zeit wichtig ist und welche Tipps er für Studenten hat.


KOMMPress: Mr. Schultz, you are the author and co-author of currently 24 books on marketing, including Integrated Marketing Communications. Why do you think IMC is so important to dedicate it a course of studies at the FHVienna?

Schultz: Well, the session before was descriptive for me of the 1990s where we had these great creative ideas and we just sent them out and people all just fell in line... I need the consumers in charge of all of this and so I really think you have to start with the customers – understand where they are and then you can do much more creative work, you can have much more ideas.
What we did was we started with products and then thought of ways to sell these. Now we have to start with consumers to find out what they want and what they are doing.

„There are huge changes in the way people communicate“

KOMMPress: What do you think is the future of IMC? What can our generation expect?

Don E. Schultz und Florian Schleicher. Foto: moiraSchultz: There are huge changes in technology, huge changes in the way people communicate. There are many ways that information is transmitted today. You come from an atmosphere of networking, where previous generations were primarily linear. I get emails from students around the world who ask me if I can help them with some paper.


They come from Ghana, China from everywhere. So I think what we have is a much more fluid system where communications occur much more simultaneously – and you have grown up with that and you don't think anything about it.

KOMMPress: You are teaching at the Northwestern University – What do you think is most important in teaching IMC?

Schultz: Starting with customers and consumers! Try to understand where they are, what they are interested in, what they are looking for because there are so many alternatives today, so if you don't understand consumers you can have the greatest idea in the world but no one will ever see it.

„The real challenge is retraining the senior management“

KOMMPress: The new challenge: the Web, which was also discussed in the sessions before, is everywhere. In your opinion – is IMC able to handle these challenges and how?

Don E. Schultz. Foto: moiraSchultz: I think the real challenge is retraining the senior management to understand what the changes are, why they have occurred and whether they are going to continue to occur. To get them to understand that the way they communicated is not the way future generations will communicate.


„It's not going to go back to the way it was“

KOMMPress: We live in times of peril. The economy is struggling; thousands of people are losing their jobs. Many companies have to cut costs and many are cutting their budget for communication. What do you think of these developments? Can IMC survive these challenges?

Schultz: The interesting thing is that we have to rethink communication. It's not a question of surviving, it's more a question of adaptation – can we adapt to the new market place? That's the hardest part. The economies are never going to go back to the way they were. The communication systems are never going to go back to the way they were. So we have to think about what transformations we need. It's not going to go back to the way it was – so we should stop acting as if it would.

KOMMPress: What is your advice for students like us who want to work in the field of IMC?

Don E. Schultz. Foto: moiraSchultz: The most important thing is to learn what customers and consumers are like! We spend an awful lot of time studying the product and relatively little time working at customers. So I would urge you to go out and do that. The other thing I would urge you to do is to think multiculturally. Almost everything in marketing communication is western.

If you look at the world, maybe 15% is western based, 85% is Asian or African and they don't think in the same way. So if we want to impose our way of thinking on them, it will not work.

„We elected Obama President...“

KOMMPress: You are actually working on a lot of projects, you teach, you travel to conferences like this one... so what do you do in your free time?

Schultz: Well I'm working on a book.... I also spend a lot of time thinking about what the transformation will be because I don't think we have a very good idea. The US is an interesting place right now because we are going through a massive transformation – we elected Obama President, he is changing the entire country and some people like it, some people don't. But we have to recognize that it's never going to be the way it was, so figuring what it really will be like, that's what I'm trying to think about.

„…managers and consumers co-create products“

KOMMPress: So what do you think it will be like?

Don E. Schultz und Florian Schleicher. Foto: moiraSchultz: D: I'm thinking of looking at the world with a different view, so that in essence managers and consumers co-create products, that it takes a consumer’s input for a company’s success. So I think it's co-creation, it's culture, it's networks – all the things we haven't dealt with quite well.



KOMMPress: How would you explain IMC to a child?

Schultz: It starts with a consumer, it tries to understand where they are, what they are doing, how they are doing it and then how you create some way to interact or intercepting with him. If I understand what the touch points between a consumer and a company are I have a much better opportunity to communicate the messages I'm trying to develop.

KOMMPress Redakteur whoelse (>> Profil): Thank you very much for your time and your answers!

Wie immer haben wir die Fotos unserer KOMMPress-Fotografin moira (>>Profil) zu verdanken!

And special thanks to our english teacher John Buczak, for checking the text for mistakes!

Samstag, 9. Mai 2009

Unkritisch oder Unbezahlt?

Audi Max der FHWien, Foto: ripDie Podiumsdiskussion am 8. Mai 2009 „Generation unkritisch - Jungjournalisten ohne Mut und Prinzipien?“ wurde von Kollegen des FHWien-Studiengangs Journalismus und Medienmanagement organisiert. Podiums-Teilnehmer Martin Blumenau kritisiert auf FM4 die seiner Meinung nach „Ausbildung von Mitläufern“ und die „Konzentration auf Printmedien“.

Vorwürfe und Rechtfertigungen

Wie Augenzeugin und Okto-Redakteurin Heidi Hu berichtet, versuchte Diskutant Stefan Apfl von der Zeitschrift Falter einen inhaltlichen Generationenkampf zu starten, zwischen Anneliese Rohrer vom Kurier und anwesenden StudentInnen kam es außerdem zu einem Schlagabtausch von Vorwürfen und Rechtfertigungen.

„Wo ist der Mut?“

Kritiker der Diskussion wie Branchenkollege Richard Brem von Ö1 Matrix meinten bereits vorab: „'Generation unbezahlt (bzw. unterbezahlt): Jungjournalisten ohne berufliche Perspektive' würde es wohl eher treffen“, und: „Wo ist der Mut und wo sind die Prinzipien bei den Altjournalisten?“

Einladung zur JOUR-PodiumsdiskussionReaktionen zur Veranstaltung finden sich demnächst auch auf dem Blog vom Veranstaltungsteam rund um Maximilian Bauer oder -in Echtzeit- über die Twitter-Suche. Um heftigen Widerspruch wird gebeten! Zusammenfassung von Richard Pyrker (>> Profil) im Namen des KOMMPress-Teams.

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