Freitag, 29. Januar 2010

Findet Nemo



Seit Wochen fragten sich die FHWien Studierenden, was mit den Fischen im Aquarium passiert ist.

Stillgelegtes Aquarium, Foto: komm.milkakuhAnscheinend steckt mehr hinter dem vom WIFI angekündigten Umbau.

Kurz vor Ende der Redaktionssitzung hat uns folgende mysteriöse Videobotschaft erreicht.

Macht euch selbst ein Bild dieser Verschwörung und findet heraus was uns der “Verein gegen Fischvoyeurismus” (VFV) mitzuteilen hat.

(Im Bild: Der VFV hinterlässt Spuren)

Studierende beobachten Fische, Foto: komm.milkakuh

(Im Bild: Studierende werfen einen letzten Blick ins Aquarium vor der Vorlesung)

Montag, 21. Dezember 2009

„Man sollte aufpassen, was man preisgibt“

Philipp Stummer. Foto: komm.ripExklusives Interview mit dem Inhaber des Facebook-Accounts „FH Wien Studenten“.

Wer steckt hinter dem Facebook-Account „FHWien Studenten“? Ein paar Studenten? Eine Firma? Ein Mitglied des FH-Teams? Oder gar Studienleiterin Frau Mag. Martin selbst?

Während andere noch rätseln und sich neue Gerüchte entwickeln, haben die beiden KOMMPress-Redakteure Richard Pyrker (>> Profil) und Florian Schleicher (>> Profil) herausgefunden, wer sich wirklich hinter dem Profilbild mit dem FHWien Logo versteckt!

Niemand ist anonym – und so war es auch möglich, an eine E-Mail-Adresse zu kommen und ganz im Zeichen des investigativen Journalismus aufzudecken: Philipp Stummer heißt er, der Betreiber des Accounts.

Wer er ist und was er mit dem Account, den Daten und seinen über 500 „Freunden“ vorhat findet ihr im KOMMPress-Interview.

„Ich adde jetzt auch Leute, die ich nicht kenne“

KOMMPress: Bist du wirklich Student an der FHWien?

Philipp Stummer. Foto: komm.ripStummer: Ja, bin ich wirklich. Ich studiere MARS (Marketing und Sales, Amn.) im 3. Semester und mache gerade meinen Master-Abschluss. Nebenbei habe ich eine eigene Eventfirma und veranstalte wöchentlich das Behave im U4.





KOMMPress: Mit deinem Privataccount hast du über 2.200 Freunde. Wie definierst du den Begriff „Freund“ auf Facebook?

Stummer: Ich hab sehr lange Zeit auf Facebook nur Freunde oder Bekannte geaddet, die ich wirklich kenne. Dann haben Leute, die ich nicht gekannt habe, angefangen, mich zu adden. Darauf habe ich mir gedacht: Egal, ich adde jetzt auch Leute, die ich nicht kenne. Da ich jetzt schon drei Jahre auf Facebook bin und auch im Auslandssemester viele neue Menschen kennengelernt habe, sind eben diese 2.200 Freunde zusammengekommen.

„Flyer auf der Straße nimmt man nicht mehr wahr“

KOMMPress:
Welchen Stellenwert hat
Social-Media-Werbung für dich im Vergleich zu klassischer Werbung über Plakate und Flyer?

Stummer: Für mich einen sehr hohen. Ich meine, wenn man das richtig anwendet, dann hat das einen sehr großen Impact. Einen Flyer auf der Straße nimmt man nicht mehr wahr, ein Plakat auch nicht mehr – beides kostet vor allem sehr viel. Werbung in Social Networks ist interaktiv, wenn man es richtig anwendet.

KOMMPress: Du arbeitest für einen Eventveranstalter, heißt das, dass du auch für deine Events als „FHWien Studenten“ werben wirst?


Stummer: Nein, das werde ich nicht. Zumindest nicht, wenn es keinen FH-Bezug dazu gibt. Der FH-Account soll auch in erster Linie keine Werbeplattform, sondern mehr ein Kommunikationsmittel sein.

„Wenn es eine FH-Party im U4 gibt, werde ich sie bewerben.“

KOMMPress: Was hast du eigentlich für einen Job?

Philipp Stummer. Foto: komm.ripStummer: Ich hab mich vor zweieinhalb Jahren im Eventbereich selbstständig gemacht, habe erst mit Allover, einem Studentenclubbing, angefangen. Jetzt bin ich beim U4 tätig und für den Samstag verantwortlich. Ich wurde vor allem deshalb dort eingestellt, weil ich mich in Social Networks gut auskenne und sie glauben, dass ich viele Leute dadurch mobilisieren kann.

KOMMPress: Das heißt, wenn es eine FH-Party im U4 gibt, würdest du sie sehr wohl auf Facebook bewerben?

Stummer: Wenn es eine FH-Party im U4 gibt, werde ich sie bewerben.

KOMMPress: Wenn du aber keine Werbung mit dem Facebook Account machen willst, wozu gibt es ihn dann?

Stummer: Das ganze hat in der Arbeit begonnen, als ein WU Student, ein Student von der Uni Wien und ich eine Diskussion hatten wer mehr Leute mobilisieren kann und welche Gemeinschaft eher zusammenkommt (Aktion fand im September 2009 statt, Anm.). Ich hab dann die Behauptung in den Raum gestellt, dass die FH Studenten sich am meisten zusammengehörig fühlen. Ich habe dann gemeinsam mit meinen Kollegen ein Wettrennen veranstaltet, wer mehr Leute in einem Monat zusammenbringen kann – gewonnen haben die Uni-Wien-Studenten, aber wir sind immer noch vor den WU-Studenten!

„Das Moodle ist ja ganz nett, aber…“

KOMMPress: Und wie geht’s jetzt weiter?

Screenshot des Facebook Accounts von "FHWien Studenten" Stummer: Die Accounts „schlafen“ mehr oder weniger, wobei ich den FH-Account noch gerne als Austausch für Diplomarbeiten oder als Anlaufstelle für die FH nutzen möchte. Gerade das ist etwas, was mir fehlt: Eine zentrale Stelle, wo man miteinander kommunizieren kann. Das Moodle ist ja ganz nett, aber eine Plattform wo alle Studenten miteinander kommunizieren können, das fehlt.




(Im Bild: Screenshot des Facebook-Profils „FH Wien Studenten“)


„…ich nehm auch keine Daten von den Usern heraus!“

KOMMPress: Weißt du eigentlich, dass eure Accounts gegen die Nutzungsrechte von Facebook verstoßen?

Stummer:
Natürlich wissen wir das – ich habe Facebook ziemlich gut studiert. Ich mache aber nicht so viel damit und ich nehme auch keine Daten von User-Accounts (angemeldeten Benutzern, Anm.) heraus! Insoferne sehe ich das mehr als Spaß-Projekt.

„Die 1.700 Userdaten sind für uns absolut irrelevant“

KOMMPress:
Ihr habt jetzt über 1.700 Daten von Accounts und die nutzt oder speichert ihr nicht?


Stummer: Nein, damit fangen wir auch gar nichts an. Die 1.700 Userdaten sind für uns absolut irrelevant. Wir laden die Leute nur hin und wieder zu Events ein.

„Ich traue der FH nicht zu, dass sie das wirklich sinnvoll nutzen werden.“

KOMMPress: Die FHWien möchte, laut unseren Quellen, dieses Jahr auch selbst mit ihrem Social-Media-Auftritt beginnen. Was, wenn sie dich fragen,ob sie den Account haben können? Bekommen sie den von dir, oder was sagst du ihnen?


Stummer: Ich würde ihnen vorschlagen, dass ich das gerne für sie mache – sie mir sagen, was sie gerne hätten und ich das professionell umsetze. Ich bin da sehr skeptisch, weil solche Accounts schnell untergehen können, nicht professionell geführt oder mit Informationen „überfüllt“ werden. Ich traue der FH nicht zu, dass sie das wirklich sinnvoll nutzen werden.

KOMMPress: In einem Kurzhinweis der Tageszeitung
HEUTE vom 9.12.2009 wurde geradezu davor gewarnt, seinen Facebook-Account fremden Leuten preis zu geben. Ist es eine Gefahr, dass viele Leute nicht wissen, wem sie ihre Daten bekannt geben?

Philipp Stummer. Foto: komm.ripStummer: Es wäre für die User prinzipiell intelligent, einige Daten auszublenden. Ich habe auch nicht alle Daten wie Handynummern eingetragen. E-Mail-Adressen sind sicher sehr gefährdet, „zugespammt“ zu werden, da bin ich sehr vorsichtig vor den rechtlichen Konsequenzen.



„…hin und wieder Informationen zu Events liefern“

Faksimile HEUTE vom 9.12.2009, copyright: Tageszeitung HEUTEKOMMPress:
Glaubst du, dass es von anderen Firmen Anfragen geben könnte, ob du einen Blick auf das Profil von jemandem werfen könntest? Zum Beispiel von
Headhuntern, die Informationen zu Bewerbern brauchen?

Stummer: Das glaub ich nicht, da ist Xing viel interessanter. Mit Fotos wäre ich trotzdem sehr vorsichtig. Aber man sollte aufpassen, was man preisgibt. Ich kann mir schwer vorstellen, dass da jemand an mich mit so einer Bitte herantritt.

KOMMPress: Was würdest du verlangen pro Person, wenn dich eine Personalberatung darum bitten würde?

Stummer: Ich würde das nicht machen.

„Meine Arbeitszeit selbst ist zu 50% Facebook“

KOMMPress: Wie viel Prozent des Marketingbudgets investiert ihr in den Onlinebereich?

Stummer: Nachdem Facebook-Werbung um einiges günstiger ist, macht das nur einen Bruchteil unseres Gesamtbudgets aus – also ca. 10 Prozent. Meine Arbeitszeit selbst ist zu 50 Prozent Facebook, das hängt aber natürlich davon ab, wie stark man selbst involviert ist. Ich pflege meinen Account auch sehr.

KOMMPress: Hast du irgendwelche Vorbilder in dem Bereich?

Philipp Stummer. Foto: komm.ripStummer: Nein, eigentlich nicht. Ich hab damit vor drei Jahren angefangen. Erst auf StudiVZ, das mittlerweile für mich wieder gestorben ist. Dann haben die Leute Facebook entdeckt... Da ich bei Facebook, als der große Run vor einem dreiviertel Jahr stattfand, auch schon länger „groß“ war, sehe ich mich da selbst in einer Vorreiterrolle. Ich glaube auch, dass Twitter bald noch viel größer rauskommt und fange jetzt schon an da was für uns aufzubauen.

KOMMPress: Das heißt, es wird dann so einen „FHWien Studenten“-Account auch auf Twitter geben?


Stummer: (Lacht) Nein, das glaube ich nicht…

KOMMPress Redakteure rip (auf Facebook 802 Freunde) und whoelse (mit 191 Facebook-Freunden): Danke für deine Zeit, Philipp!

Sonntag, 20. Dezember 2009

Eine WeihnachtsKOMM Geschichte

Eine WeihnachtsKOMMgeschichte; Bild: komm,a
Personen:
Dozent der vergangenen Weihnacht
Dozent der gegenwärtigen Weihnacht
Die Studiengangsleiterin der zukünftigen Weihnacht
Richard Scrooge
Florian Critchet


Es war Dienstag, Seite 23, Richard saß über seiner Diplomarbeit. Endlich war das Inhaltsverzeichnis fertig! Richard war immer schon ein Verfechter der Ansicht: “Ohne Fleiß kein Preis.“ All diese Studenten die ewig lange studieren um ihr Diplom zu erhalten, die kostbare Zeit verschwendeten um auf Partys zu gehen und Punsch zu trinken, all das konnte er nie verstehen. Er - im Gegensatz zu all den anderen faulen Studenten - machte es viel besser, auch seine Diplomarbeit würde er mit sehr gutem Erfolg absolvieren – so seine SMARTE Zieldefinition!

Angewidert rümpfte er die Nase, ob der irritierenden Gerüche vom Nachbartisch, wo sein Studienkollege Florian seinen bestimmt vierten Punsch geräuschvoll schlürfte.
„Grrrrrrrr... willst du nicht endlich mit deiner Diplomarbeit anfangen, du Audimaxist!“, stieß Richard zwischen den Zähnen hervor. „Du wirst noch den Bachelor FH machen müssen, wenn du weiter so auf der faulen Haut liegst.“ „Ach Richard, mir macht die Bolognakeule keine Angst. Gesell dich doch zu uns und teile mit uns ein bisschen Weihnachtsfreude.“ „Den Mag. FH lass ich mir nicht entgehen“, entgegnete Richard wutentbrannt, packte seine sieben Sachen und stolzierte von dannen. In der Bibliothek würde er in Ruhe weiterarbeiten können, der Vervollständigung eines Erstentwurfs der Einleitung stand somit nichts mehr im Wege.

Müde lächelnd begrüßte er seine alte Freundin die Bibliothekarin, welche ihm mit einem freundlichen Zwinkern zu verstehen gab, dass es ihm auch diesmal vergönnt war seine Laptoptasche an den Arbeitsplatz mitnehmen zu dürfen. An seinem Lieblingsplatz angekommen machte er sich wieder an die Arbeit. Dabei verging die Zeit wie im Fluge sodass er gar nicht merkte wie er vor Müdigkeit langsam an seinem Arbeitsplatz zusammensank.

„Richard! Wach auf!“ Verschlafen sah Richard auf und blickte in das schelmische Grinsen seines Dozenten B. Kozljanic. „Richard, was machst du denn noch hier? Solltest du nicht längst mit deinen Kollegen die Zeit der Weihnacht genießen?“ „Humbug“, antwortete Richard und wollte sich schon wieder seiner Diplomarbeit zuwenden, doch Herr Kozljanic erwiderte: „Weißt du, du erinnerst mich ein bisschen an mich, als ich noch jung war. Die Kostenrechnung war meine Passion, und nichts und niemand konnte mich davon abbringen. Lass die Diplomarbeit für heute doch Vergangenheit sein, und KOMM mit uns auf einen Punsch.“ „Vielen Dank, aber ich denke ich widme mich doch lieber der Gegenwart.“ In Erwartung auf ein weiteres fadenscheiniges Argument drehte sich Richard noch mal zu seinem Dozenten um, doch dieser war verschwunden. So konzentrierte sich Richard wieder auf seine Diplomarbeit.

Bei Kapitel 1.2.1. angelangt hielt Richard inne um in der Abteilung für Integrierte Kommunikation Rat zu suchen. Plötzlich tippte ihm jemand auf die Schulter. „Aber Richard, wieso bist du nicht bei den anderen Studenten draußen im verschneiten Innenhof und genehmigst dir einen Weihnachtspunsch auf Kosten der Studiengangsleitung? Ich lade dich ein.“ Seufzend wandte sich Richard seinem Dozenten P. Dietrich zu um auch ihn davon zu überzeugen, dass er bei seiner Arbeit nicht gestört werden wolle. „Ach komm schon, wir leben im Hier und Jetzt, sei keine Spaßbremse und KOMM mit, wir wollen nachher noch im kju vorbeischauen!“ meinte Dietrich lachend. „Nein Danke, aber ich habe noch nicht ganz verstanden wie sich Bruhns Modell der Integrierten Kommunikation auf meine Forschungsfrage anwenden lässt“, meinte Richard und schlug demonstrativ „Integrierte Unternehmens- und Markenkommunikation“ in der 2. Auflage auf Seite 46 auf. „Okay, dann eben nicht“, sagte Dietrich und verschwand um die Ecke. „Obwohl, so ein kleiner Punsch könnte doch ganz inspirierend wirken“, dachte sich Richard und wollte seinem Dozenten schon folgen, als er verdutzt feststellen musste, dass Herr Dietrich spurlos verschwunden war.

Ein kleinwenig enttäuscht, ging Richard zurück an seinen Arbeitsplatz. Dann eben doch kein Punsch! „Ich sollte mich sowieso nicht zu sehr ablenken lassen, sonst ende ich noch wie Florian, der sich seinen Punsch bestimmt bald noch einmal durch den Kopf gehen lassen muss,“ grummelte Richard vor sich hin und widmete sich erneut seiner Arbeit.
Plötzlich lief ihm ein Schaudern den Rücken hinunter, als ob ihn jemand von hinten beobachten würde. Gereizt drehte sich Richard um, konnte jedoch niemanden entdecken. „Humbug, jetzt bilde ich mir schon Dinge ein, die gar nicht existieren“, sagte Richard und drehte sich wieder zurück. Erschrocken wich er zurück und musste mit dem Gleichgewicht kämpfen als er die Studiengangsleiterin des FHW Fachlehrgangs für Kommunikationsmanagement Mag. Sieglinde Martin vor sich erblickte. „Was tust du denn noch so spät in der Bibliothek? Willst du denn deine Freizeit nicht mit deinen Freunden genießen? Immerhin wirst du schon bald ins Berufsleben eintauchen und dich dann während deiner Überstunden sicher in diese Zeit zurücksehnen. Glaub mir, wir sind alle nur einmal jung, und diese Zeit sollten wir daher best möglichst auskosten. KOMM und integrier dich doch ein bisschen mehr in deinen Freundeskreis. Immerhin haben wir Weihnachten!“ „Frau Martin sie haben Recht!“ rief Richard, sprang auf, drehte sich um und knallte auf dem Weg nach draußen gegen ein Bücherregal. „Bumm“

Richard erwachte am Boden liegend, der Monitor seines Laptops längst erloschen, die Bibliothek wirkte wie ausgestorben. Schnell packte Richard seine Sachen zusammen und musste am Ausgang feststellen, dass die Bibliothekarin ihn offensichtlich vergessen und eingeschlossen hatte. Erleichterung packte ihn als der Portier seine Hilferufe hörte und ihn aus seinem nächtlichen Gefängnis befreite. Richard stürmte aus der FH Richtung kju um doch noch zu seinen feierwütigen Studienkollegen zu stoßen.
Als Florian seinen Freund kommen sah rief er ihm freudig entgegen: „Ach Richard, schön du hast es doch noch geschafft!“ „Flo du Alter Draufgänger, kannst du mir verraten wo ich hier was Ordentliches zu trinken bekomme? Jetzt genießen wir die Weihnachtszeit!“

Und so hat Richard doch noch seine Weihnachtsfreude entdeckt und wenn er nicht schon wieder Diplomarbeit schreibt, feiert er noch heute.

Und die Moral aus der Geschicht, älter wird man, jünger nicht!


Das KOMMPress-Team weist daraufhin, dass etwaige Ähnlichkeiten mit Personen der FH in keinsterweise beabsichtigt sind. Alle Personen sind rein fiktiv!

Die WeihnachtsKOMM Geschichte gibt's auch zum Nachhören in unserem YouTube-Kanal.

Eine Geschichte von
David Ihl (komm.true)
Michael Stangl (komm,a)
Iris Einwaller (JaneDoe)
Karin Szerencsits (Milkakuh)
Franziska Stich (zappeline)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

„Hier ist eine Fachhochschule?“

Mit Landkarte vor FHWien Gebäude, Foto: zappelineDie vier „P's“ unserer FH...

Wir stehen zu unserem Studium, erzählen auch gerne darüber. Vor der Frage „Wo ist denn diese FH genau?“ fürchten wir uns aber immer aufs Neue.

Da wir ja tagtäglich von den vier „P's“ des Marketing hören (Product, Place, Price, Promotion), haben sich jetzt die zwei KOMMPress-Redakteure Michael Stangl (>>Profil) und Jürgen Stolzlechner (>>Profil) mit dem „Place“ - befasst. Laut Wikipedia der Ort, an dem die „Ware direkt zum Kunden gebracht wird“. In unserem Fall die wohl eher geistige Ware „Bildung“.

„Wo ist denn diese FHWien?“

18:05 Uhr, die typische Uhrzeit für einen fleißigen, berufsbegleitenden Studenten, um wieder einmal in der U-Bahn zu stehen und auf dem Weg in die FH zu sein. Nach knapp neun Stunden Arbeit stehen heute noch dreieinhalb Stunden PR-Vorlesung am Plan.

FHFolder vor FH, Foto: zappelineDie Kraftreserven sind nach drei Monaten Studium und Beruf langsam aufgebraucht und die Vorfreude auf die Weihnachtsferien wird immer größer. Trotzdem erzählen wir meiner Kollegin neben uns in der U-Bahn ganz stolz, dass wir jetzt auf die FH fahren und dass unser Studium die richtige Entscheidung war.

Sie selbst unterrichtet nebenberuflich an der Volkshochschule in Meidling und fragt daher ganz genau: „Was studierst du? Welche Lehrveranstaltungen gibt es? Wie gefällts dir so?“

Und natürlich auch: „Wo ist denn diese FH?“ Da schrillt es wie bei "Schlag den Raab", wenn ein Kandidat wieder mal die falsche die Antwort gegeben hat. Musste diese Frage denn wirklich sein?! Selbstsicher antworten wir - auch wenn die Reaktion drauf schon bekannt ist: „U6 Währingerstraße“. Die Antwort von meiner Kollegin drauf verblüfft uns wenig: „Ach das is dort im WIFI“. Sie hat nicht mal gesagt „beim“, sondern „IM WIFI“.


„Gerade du solltest wissen, dass die im WIFI ist...“

Szenen- und Personenwechsel: 21:43 Uhr, als Vollzeit-Student die richtige Zeit, um gemeinsam mit ein paar Freunden bei Bier und Ligretto zu sitzen. Allesamt fleißige „Streberleins“ an WU und Hauptuni und mittlerweile seit einigen Jahren wohnhaft in Wien. Johannes hat keinen Plan, was denn sein lieber Studentenheimkollege die ganze Zeit treibt, weil der ja fast NIE Zeit zum „Chillen“ hat. Dass wir „irgendeine Fachhochschule“ machen hat er ja schon mitbekommen - Bravo!

„Weißt du auch, wo unsere FH ist?“ fragen wir voll freudiger Erwartung. (Kurz zur Situation: Johannes fährt jeden Tag von Meidling nach Spittelau zur WU und hat dabei mindestens einmal täglich das Gebäude der FHWien im Auge.)

„Tut leid, ich weiß nur, wo der FH Campus Wien ist, der ist gerade neu.“
Seufzer, Kinnlade runter - Null Punkte für unsere FH... Nichtmal er, der seit Jahren an diesem Gebäude vorbei fährt, weiß, wo unsere Fachhochschule ist. Hinweise auf Währingerstraße oder Gürtel bereiten ihm zwar Kopfschmerzen, aber keine Erleuchtung.

Richard, der sich besser auszukennen scheint, hilft ihm: „Du fährst doch eh jeden Tag vorbei! Gerade du solltest wissen, dass die FH doch im WIFI ist...“


„Könnte das ein Standortproblem sein?“

Wieder zurück zur U-Bahn und um zwei negative Erfahrungen mit dem FH-Standort reicher, wieder ausprobieren. Direkt vor der FH fragen wir einen älteren Herrn nach dem Weg zur Fachhochschule. Verblüffende Antwort: „Wo soll das sein? Da ist das WIFI, die FH muss dann wo anders sein!“ Eine Frau verweist uns an den Bäcker in der U-Bahn-Station: „der weiß das sicherlich besser“.

Verwirrt, Foto: zappelineNicht einmal im wirklichen Umkreis der FH wissen die Menschen darüber Bescheid. Liegt sicherlich auch daran, dass die Erwachsenenbildungs-Einrichtung WIFI (noch) bekannter ist. Doch als FH-Studiengänge der WKW mit Fokus auf Management und Kommunikation sollte sich doch etwas dagegen machen lassen. Doch was passiert wirklich gegen dieses „Standortproblem“?

Das nächste Mal wollen wir uns die sichtbare Außenwirkung der FH ansehen und werden das Areal rund um den großen Komplex unter die Lupe nehmen.

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