Dienstag, 24. April 2007

"Buchhaltung ist nicht unbedingt lustig"

Mag. Ingrid Portenkirchner, Lektorin FHWienLektorin Mag. Ingrid Portenkirchner
im Interview


Lehrveranstaltung: Buchhaltung
Im 2. Semester JG 2010 BB ab 24. April 2007

Als "Pilotversuch" für das KOMMunity Press Service haben wir Lektorin Mag. Ingrid Portenkirchner per E-Mail um ein Interview zu ihrem neuen Fach Buchhaltung gebeten. Das KOMMPress-Redaktionsteam moritz & rip stellte Fragen an die unserem Jahrgang bereits vom letzten Semester bekannte Lektorin:

KOMMPress: Können Sie das Thema Buchhaltung in einem Wort oder einem kurzen Satz zusammenfassen?

Portenkircher: Buchhaltung ist nicht unbedingt lustig, aber unbedingt notwendig!!

KOMMPress: Wie sind Ihre Erwartungen an die Lehrveranstaltung, jetzt wo Sie unseren Jahrgang bereits kennen?

Portenkircher: Ich freue mich schon darauf! Im vergangenen Wintersemester habe ich die konstruktive Arbeitsatmosphäre und gleichzeitig den lockeren und wertschätzenden Umgang in Ihrem Jahrgang sehr geschätzt. Ich hoffe, Sie sind nach wie vor so gut drauf!

KOMMPress: Geschichtliche These: Entwickelten die Fugger im 16. Jhdt. die doppelte Buchführung, um ihre wirtschaftlichen Erfolge der Nachwelt beweisen zu können? Hatten diese ihrer Meinung nach auch ein Leben neben der Buchhaltung?

Portenkircher: Die Ursprünge der heutigen Buchführung liegen aber auch in der Rechnungsführung der Kirchen und Klöster begründet, die seit dem 7.Jahrhundert kontinuierlich an Rechensystemen arbeiteten – angefangen von durchdachten Fingerrechensystemen bis hin zur wegweisenden Buchhaltungslehre des Franziskanermönches Pacioli um 1494. Wollte auch die Kirche damit ihre wirtschaftlichen Erfolge beweisen? Es ging wohl auch darum, keinen Heller/Taler/Cent ... zu verlieren und dass weder den Kaufleuten noch der Kirche etwas entgeht.

KOMMPress: In welchem Kontext sehen Sie Buchhaltung zum Studienthema Integrierte Kommunikation?

Portenkircher: Gute Frage! Die Buchhaltung selbst tut sich ja nicht schwer mit Integration. Der Kontext besteht wohl darin, dass Sie als Kommunikationswirtschafter immer wieder mit Daten aus der Buchhaltung konfrontiert sein werden - und sei es indirekt über Controlling, Budgetierung, Berichtswesen und dgl. Jene von Ihnen, die selbstständig sind oder sich selbstständig machen, werden vielleicht sogar mehr mit Buchhaltung zu tun haben als ihnen lieb ist.

KOMMPress: Was ist ihre Meinung zum milden Frühlingswetter und kennen Sie das Konzept des ökologischen Fußabdrucks?

Portenkircher: Ich persönlich genieße das milde Frühlingswetter sehr, was ich vom milden Winterwetter nicht behaupten kann. Das Konzept des ökologischen Fußabdrucks kenne ich - finde ich gut und irgendwie beängstigend. Ich habe meinen ökologischen Fußabdruck schon auf mehrfache Weise getestet. Das Konzept regt mich immer wieder zum Nachdenken und Diskutieren an und lädt ein, bewusster mit Ressourcen umzugehen.

KOMMPress: Sind Sie als Mutter eine Verfechterin der antiauthoritären Erziehung und welche Literatur empfehlen Sie zu diesem Thema?

Portenkircher: Ob man es glaubt oder nicht: Nein, ich bin keine Verfechterin der antiautoritären Erziehung. Daher auch kein Literaturtipp von mir. Es gibt allerdings sehr spannende andere pädagogische Konzepte. Z.B. lese ich gerade ein Buch von Emmi Pikler.

KOMMPress: Danke für die Beantwortung aller unserer Fragen und auf eine schöne Lehrveranstaltung!

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